Wolfauslassen in Rinchnach

Wolfauslassen in Rinchnach

Jedes Jahr am 10. November findet im kleinen Örtchen Rinchnach, ca. 40 Fahrminuten vom Hotel entfernt, dass sogenannte "Wolfauslassen" statt. Bei diesem Brauchtumsspektakel schnallen sich junge und ältere Männer am vereinbarten Treffpunkt Glocken um die Hüften und stellen sich in 3er oder 4er Reihen auf. Der Hirte (Chef der Gruppe) steht an der Spitze des "Wolfes". Mit dem Schrei "Buam hat's oidsamt do, geht koana mehr o, dann riegeld's enk", geht es los. Die Wolfauslasser beugen sich vor und schütteln ihre Glocken schnell hin und her bis der Hirte seinen Stock hebt und damit den Takt für das Geläut angibt. Der Wolf marschiert dann hinter seinen Hirten von Haus zu Haus. Vor jeder Haustür wird kräftig geläutet, bis der Hausherr die Türe öffnet. Dann hebt der Hirte seinen Stock und gibt damit den Befehl zum Aufhören des Geläutes. Jeder muss nun ganz still sein, denn der Hirte sagt sodann einen Hirtenspruch auf.

Entstehung: Früher haben die Hirten den Kühen Glocken um den Hals geschnallt, um die Bären und Wölfe durch das "Gebimmel" von der Weide fernzuhalten und um verlorene Tiere leichter wieder finden zu können. Im Spätherbst wurden die Kühe in die Stallungen getrieben. In dieser Zeit haben sich die Bauern und Knechte dann die Kuhglocken selbst umgeschnallt und kräftig geläutet umd zum Einen die Wölfe und Bären vom Hof fernzuhalten und zum Anderen haben sie dadurch die Freude über eine gelungene Ernte und den verlustlosen Weideaufenthalt der Kühe zum Ausdruck gebracht. 

Quelle & Bilder: www.rinchnach.de